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01 Feb 2009 Monat 4 und 5
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Jetzt ist es mittlerweile ein halbes Jahr, dass ich hier in Barcelona lebe und arbeite. Da sich ein gewisser Rhythmus und Alltag eingestellt hat, wird es immer schwerer einen Bericht zu füllen. Aber da es ganze 2 Monate sind, über die ich schreibe, wird sich schon genug Stoff finden.
Im Dezember noch kam eine neue Kollegin in meine Gruppe. Sie hat eine Sustituta (Aushilfe) abgelöst und wird längerfristig die schwangere Erzieherin ersetzen. Auch die andere Sustituta musste gehen und wurde durch Erzieher und Praktikanten der anderen Gruppen ersetzt.  Dies wird so lange fortgesetzt, bis Die Erzieherin, die sich den Fuß gebrochen hat, wieder arbeiten kann. Eigentlich hätte dies schon Mitte Dezember sein sollen, aber es gab immer wieder Verzögerungen und Komplikationen (wahrscheinlich auch Fehler der operierenden Ärzte), die dazu geführt haben, dass sich der Wiedereintritt weiterhin verzögert hat. Der aktuelle Termin, an dem sie wieder arbeiten soll ist diesen Montag (Anfang Februar).Die Kinder haben diese vielen Wechsel  sehr gut verkraftet, wenn man bedenkt wie oft jetzt schon die Betreuer gewechselt haben. Seit Beginn bin ich der einzige, der konstant in der Gruppe betreut hat. Aber auch das soll sich ändern, dazu später mehr.
Zuerst einmal möchte ich sagen, dass die Arbeit weiterhin Spaß macht, auch mit der neuen Kollegin.  Sie ist sehr locker und kümmert sich intensiv um unseren kleinen „Problemfall“, ein Kind das noch nicht spricht, viel haut und schreit. Wir verstehen uns sehr gut und sie hat auch Verständnis, wenn man mal einen Tag aufgrund erhöhter Nachtaktivität nicht so fit auf Arbeit ist.
Das waren aber nicht die einzigen Veränderungen auf Arbeit. Unsere beiden Praktikanten werden uns leider Ender dieses Monats verlassen und nach Deutschland zurückkehren. Das ist einerseits schade, weil ich mich mit ihnen gut verstanden habe und man sich auch mal gegenseitig aushelfen konnte (bezüglich Arbeitszeiten usw.), andererseits bedeutet es wahrscheinlich mehr Arbeit für mich, bis neue Praktikanten gefunden werden. Zur Verabschiedung gab es einen Tage eine Kostümparty  im Kinderladen, mit Kuchen und Video und alles was das Kinderherz begehrt. Die beiden Praktikantinnen haben noch ein paar kleine Geschenke bekommen und wurden wirklich herzlich verabschiedet.
Die Praktikanten sind nicht die einzigen die gehen werden bzw. schon gegangen sind. In meiner Gruppe ist ein Mädchen über den Jahreswechsel in Österreich geblieben, da es familiäre Probleme gab und ein Junge hat uns in Richtung Deutschland verlassen. Es werden sogar noch eins oder sogar zwei andere folgen. Es ist schon schade und ein bisschen traurig anzusehen, wenn die Kleinen gehen. Man sie in der Zeit doch ziemlich lieb gewonnen und gesehen was sie für Lernfortschritte gemacht haben durch unsere Arbeit. Aber naja man kann es ja nicht ändern.
Wie schon angedeutet werden sich meine Arbeitszeiten demnächst ändern. Februar werde ich wohl noch in meiner Gruppe bleiben können, jedoch evtl. eine Stunde länger arbeiten. Ab März werde ich die Gruppe wechseln müssen und verstärkt nachmittags und abends arbeiten müssen. Ich habe das erst einmal akzeptiert aber gleichzeitig gebeten, dass, sobald neue Praktikanten da sind etc. ich wieder in die Vormittagsgruppe wechseln kann. Wenn es dann wärmer wird ist es einfach schöner, wenn man nach der Arbeit nochmal an den Strand gehen kann. Aber für das Frühjahr werde ich die neuen Arbeitszeiten schon überleben.
Das letzte was noch zu meiner Arbeit zu sagen wäre ist, dass es im Januar ein nachträgliches gemeinsames Abendessen für alle Erzieher gab, welches uns zu Weihnachten von den Eltern des Kinderladens geschenkt wurde. Es hat wieder viel Spaß gemacht und das sowieso schon gute Arbeitsklima bestätigt.
Über die Jahreswende war ich in Deutschland und habe mit Familie und Freunden ausgiebig Weihnachten und meinen Geburtstag gefeiert. Es war schon ein schönes Gefühl alle mal wieder zu sehen und mal wieder in der Heimat zu sein. Der Abschied war zwar nicht leicht, aber dennoch nicht so schwierig wie ich es mir vorgestellt habe. Ich denke es liegt daran, dass es hier gerade sehr viel Spaß macht zu leben und zu arbeiten und ich mich wohl fühle.
In unsere Wohnung ist ein Argentinier eingezogen,  der viel gute Stimmung verbreitet und durch den wir viele nette Leute (alles Argentinier) kennengelernt haben. Einer hat sich hier praktisch eingenistet und lebt hier mit uns, kocht oft etc. Die Atmosphäre ist super, wir gehen oft zusammen weg und haben viel Spaß.
Demzufolge kann ich an der Stelle nochmals sagen, dass ich überaus froh bin, umgezogen zu sein. Die Wohnung ist ein Chaos: Der Dusche fehlt der Duschkopf, im Bad geht manchmal das Licht nicht und letztens ist das Glas der Tür zum Wohnzimmer zu Bruch gegangen, aber das alles macht nichts, denn die Leute und die Stimmung entschädigen für alles.
Durch den Kontakt mit vielen Argentiniern, hab ich mich auch ziemlich viel verbessert, was die Sprache angeht. Anfangs hab ich unseren Argentinier fast nie verstanden und jetzt verstehe ich so um die 90%. Jedenfalls muss ich viel weniger nachfragen und kann mich gut verständigen. Sprechen ist aber nachwievor sehr schwer und von flüssigem akzentfreiem Sprechen bin ich leider noch meilenweit entfernt.
In meiner Freizeit spiele ich seit neustem Gitarre. Ich habe mir hier eine gebrauchte Gitarre gekauft und angefangen, spielen zu lernen. So kann ich bereits den Kindern im Kinderladen einfache Lieder vorspielen. Ich mache gute Fortschritte und denke ich hab  so eine gute Freizeitbeschäftigung gefunden.
Das war auch schon wieder alles, was es zu berichten gibt. Die Zeit in Barcelona vergeht schneller als an anderen Orten , das bestätigen auch andere Leute mit denen ich hier geredet habe. Schäunt irgendein übernatürlichen Phänomen zu sein. Nun sind es  schon 5 Monate und ich wünschte es wären erst 2 oder 3.

21 Dez 2008 Weihnachten naht
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Ich werde Weihnachten in Deutschland mit meiner Famile verbringen und daher nicht in Barcelona sein. Bevor ich aber zurückkehre, möchte ich noch einen kleinen Bericht verfassen, da der letzte ja auch schon eine Weile her ist.

Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht richtig, was ich schreiben soll. Das Leben ist im Dezember ein bisschen Alltag geworden. Ich gehe arbeiten, was mir nach wie vor großen Spaß macht, habe meinen kleinen Nebenjob und gehe in der Woche 1-2 mal auf Partys. Da letzteres durchaus auch mal an Arbeitstagen vorkommt, sind die darauffolgenden Tage meist etwas härter ;-) Aber man kann durchaus einen Arbeitstag überstehen, wenn man die Nacht zuvor nur 1 Stunde geschlafen hat. Mit dem Kindergarten gab es mehrere kleine Events. So kam am 5.12. der Nikolaus (der 6. war ein Samstag) und am 18.12. Hat der “caga tió” Geschenke gekackt ^^.

Ich habe das Gefühl, dass es wieder ein bisschen wärmer hier in Barcelona geworden ist…oh mein Gott ich rede über das Wetter…wie ihr seht gibt es nichts wirklich neues.

Ach doch: ich habe beschlossen GItarre zu lernen: Ich hab mir eine gebrauchte GItarre für 30€ gekauft über www.loquo.com (kann ich nur empfehlen zum Kaufen von gebrauchten Sachen in Barcelona und ganz Spanien). Derzeit lerne ich Gitarre online.

So jetzt aber genug. Bis zum nächsten Mal!

01 Dez 2008 Schon ein Viertel vorbei
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Man kann es kaum glauben: 3 Monate sind es jetzt schon. Es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergeht.

Da die letzten Tage irgendwie ohne besondere Ereignisse abgelaufen sind, fragt man sich schon, ob man die Zeit hier auch gut nutzt. Vielleicht nützt es, sich mal eine kleine Übersicht zu machen, was man sich vorgenommen hat und was man erreicht hat.

1. Spanisch lernen

Ich bin von Natur aus nie mit mir zufrieden was meine “Leistung” angeht. Aber ich kann auch nicht sagen, dass ich total enttäuscht von mir bin. Im Verstehen bin ich schon recht gut, auch wenn es mir bei verschiedenen Personen (z.B. eine meiner Mitbewohnerin) noch oft schwer fällt und ich nachfragen muss. Jedoch kann ich beispielsweise spanische Filme ohne Untertitel gucken und den Großteil verstehen. Geschriebenes Spanisch verstehe ich sehr gut, da man sich da unbekanntes besser erschließen kann. Beim Sprechen fehlt mir manchmal einfach die richtige Formulierung. Jedoch kann ich nahezu alles zum Ausdruck bringen, was ich möchte. Sogar Katalanisch verstehe ich gelegentlich, vom Sprechen bin ich aber meilenweit entfernt.

2.  Barcelona erkunden

Das Ziel wird leicht zu erreichen. Ich hab schon viel gesehen (auch dank des Besuchs meiner Eltern). Da auch meine Großeltern mal kommen wollen, werde ich wohl an Kultur ziemlich viel mitnehmen. Das Nachtleben von Barcelona habe ich auch ein paar mal schon erlebt, aber da gibt es nie genug zu sehen und zu erleben.

3. Freunde finden

Mit diesem Ziel hinke ich etwas hinterher. Ich kenne Jan und Fabian, die beiden andren Freiwilligen hier in Barcelona, meinen Tandem-Sprachpartner und meine Mitbewohner. Andere Leute, die ich mal getroffen habe, habe ich nicht wieder gesehen, was eigentlich ziemlich schade ist. Aber durch das leben in der WG werde ich wohl häufiger mal neue Leute kennen lernen.

4. Spaß haben und das FSJ zu dem spannendsten Jahr meines Lebens machen

Spaß habe ich auf Arbeit und das Leben in Barcelona gefällt mir. An Spannung fehlts teilweise noch ein wenig, aber ich glaube das wird sich bald ändern. Wichtig ist erstmal, dass ich mich hier wohl fühle und es mit keiner Silbe bereue, das FSJ angetreten zu haben.

Die Zwischenbilaz sieht doch ganz gut aus. Ich denke alles wird besser wenn ich erst mehr Leute kennen gelernt habe. Und damit das klappt werde ich jetzt was essen und mich danach in ein Pub setzen :-)

20 Nov 2008 Umzug!
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Endlich ist es so weit: Ich bin umgezogen. Ich lebe nun in einer WG mit 2 Spanierinnen und einem Franzosen. Die Wohnung ist zwar kleiner al die alte und hat nur ein Bad, aber Sie liegt sehr zentral (Urquinaona) und ich lebe endlich mit Leuten in meinem Alter zusammen.

Der Auszug aus der alten Wohnung verlief zwar nicht schlecht, aber auch nicht optimal. Obwohl ich den letzten Monat voll bezahlt habe, hat meine liebe Vermieterin 25 Euro der Kaution einbehalten. Es war auch ein ziemlich “kaltes” Gefühl beim Abschied und ich muss sagen, dass ich froh bin endlich weg zu sein. Nachdem meine Vermieterin das Sofa, welches einen kleinen Schaden hatte, einfach verschenkt hatte und auch der Fernseher ab und zu gesponnen hatte, war ich erst recht froh weg zu sein.

Hier in der neuen Wohnung gefällt es mir gut. Die Mitbewohner sind klasse und wir kommen gut zusammen aus. Gestern erst waren wir bei Ikea, wo unsere Hauptmieterin ein paar Einrichtungsgegenstände (kleine Schreibtisch, Lampe, Kopfkissen, …) hat springen lassen. Natürlich ist hier alles etwas dreckiger und unaufgeräumter, aber letztendlich wollte ich das ja auch.

Auf Arbeit gibt es nicht so viel Neues. Ich arbeite ja täglich mit 2 Erzieherinnen, die nur als Vertretung da sind. Mit ihnen komme ich sehr gut aus und auch die Kinder akzeptieren sie. Mit einem Kind gibt es noch viele Probleme. Mit seinen 2,5 Jahren und 5 Sprachen, von denen er umgeben ist kann es sich noch überhaupt nicht verständigen. Die Folge ist, dass er andere Kinder und auch uns Erzieher viel schlägt, viel schreit, kratzt, etc. Wenn es zu schlimm wird und wir ihn nicht mir den anderen Kindern lassen können, gehe ich mit ihm jetzt immer eine Runde spazieren, damit er sich beruhigt.

Bis auf die Tatsache, dass ich gerade wieder etwas verschnupft bin, geht es mir sehr gut. Das Ende des dritten Monats wird glaube ich sehr unterhaltsam werden hier in meiner neuen Wohnung!

05 Nov 2008 Mit Schwung in den neuen Monat

Mein dritter Monat hat begonnen. Vieles hat sich zum Guten gewendet und derzeit kann ich mich hier überhaupt nicht beklagen.

Ich habe die Arbeitsstelle als Babysitter (Canguro) erhalten und arbeite jetzt jede Woche Montags bis abends halb 9. Mit einem Stundenlohn von 10 Euro bin ich ganz zufrieden. Das reicht jedenfalls um sich in Zukunft auch mal mit Freunden in einer Tapas Bar niederzulassen.

Ich war außerdem verschiedene Male abends weg. Einmal bei meinen Mitfreiwilligen hier und einmal bei einer Versammlung der Erzieher. Beides waren unterhaltsame Abende.

Das Highlight war natürlich, dass meine Eltern dieses Wochenende in Barcelona  Urlaub gemacht haben. Ich habe mich natürlich gleich an die Sightseeing Touren angeschlossen und habe viel Kulzur mitgenommen aus den letzten Tagen. Gut gegessen habe ich natürlich auch in dieser Zeit ;-) Aber auch so hat es Spaß gemacht, meine Eltern wieder zu sehen. Auch wenn das Wetter nicht optimal war, war es eine schöne Zeit.

23 Okt 2008 Schlechtes Karma?
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Der 2. Monat ist voll im Gange und es gibt viel zu berichten. Leider ist nur wenig positives dabei…

Der Umzug in die WG hat nicht geklappt, weil jemand vor mir die Kaution bezahlt hat. Man sollte halt doch nicht so lange zögern, wenn man bei einer Wohnung ein gutes Gefühl hat. Bei anderen Anzeigen habe ich beim Anruf immer gesagt bekommen, dass das Zimmer schon besetzt ist. Ein Mal hatte war das aber nicht so und ich konnte mir eine Wohnung anschauen. Als ich 10 Minuten vorher nochmal anrief um mich über die Hausnummer zu vergewissern, bekam ich gesagt, dass das Zimmer jetzt schon vermietet sei (Dabei war der Termin zum Wohnung besichtigen erst einen Tag zuvor ausgemacht worden). Ich werde wohl noch den nächsten Monat hier bleiben müssen…Ich bleibe aber weiterhin dran, mir eine Wohnung bzw. WG hier in Barcelona zu suchen.

Ein weiterer Tiefschlag diesen Monat war, dass meine Freundin Schluss gemacht hat. Es ist etwas mit dem ich rechnen musste, als ich beschlossen habe, das FSJ zu machen. Ich möchte das hier aber nicht weiter beleuchten, weil ich einfach denke, dass es nicht hierher gehört.

Außerdem hat sich eine Erzieherin den Fuß gebrochen und wird erst mal ausfallen. Die andere Erzieherin ist hochschwanger und wird bald aufhören zu arbeiten. Das bedeutet viele Wechsel der Erzieher, was der Gruppe nicht gut wird. Man merkt jetzt schon, dass die Arbeit anstrengender wird, weil ich als einzige „Konstante“ einfach mehr arbeiten muss.

Heute ist mir dann auch noch mein Schutzblech vom Fahrrad geklaut worden.

Das Wetter passt sich diesen Negativen Ereignissen an, es regnet recht viel für Barcelonas Verhältnisse und es wird kühler.

Was ich aber sagen möchte ist, dass mich das alles nicht aus der Bahn wirft. Ich habe einen kleinen Job als Babysitter in Aussicht, für den Ich 40€ pro Woche zusätzlich verdienen könnte. Das „Probesitten“ war recht gut. Ich hoffe sehr, dass es klappen wird. Aber selbst wenn nicht wird das Leben weitergehen, davon lasse ich mir meine Zeit hier nicht vermiesen.

12 Okt 2008 Einsatzstelle BCN-Kinder

Seit meinem letzten Eintrag ist nicht viel passiert, darum habe ich mich entschlossen mal etwas mehr über meine Arbeit zu schreiben.
Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: meine Stelle ist ein Kindergarten namens BCN-Kinder. Es ist aber kein normaler Kindergarten, denn es ist eine Elterninitiative und kein vom Staat finanzierte Einrichtung.
Die wohl wichtigste Eigenschaft von BCN-Kinder ist, dass die Kinder dort zweisprachig aufwachsen. Es gibt eine deutsche Gruppe (mit deutschen Erziehern), eine katalanische Gruppe und eine bilinguale Gruppe mit etwas größeren Kindern. Viele Kinder stammen aus (zumeist deutschen) Einwanderer Familien. Manche  Eltern kommen aus verschiedenen Teilen der Welt, sodass die Kinder durch den Kinderladen 4-5 sprachig aufwachsen (Beispiel: Mutter Französin, Vater Amerikaner, sie leben in Barcelona und das Kind geht in den „Kinderladen“ [wie BCN-Kinder hier häufig genannt wird]. Dann lernt das Kind französisch, englisch, deutsch, katalan und auch spanisch).
Viel basiert hier auf der Mitarbeit der Eltern und auch die Kosten für Erzieher etc. werden allein von den Eltern getragen. Eltern können sich entscheiden, ob sie aktive Mitglieder werden (solche, die Aufgaben übernehmen wie Wäsche waschen oder Handwerker Arbeiten) oder passive (die dann eben mehr zahlen müssen). Wichtig zu sagen ist auch, dass Eltern die teilnehmen keinesfalls besonders wohlhabende Menschen sind, sondern ganz normale Leute.
Finanziell sieht es beim „Kinderladen“ nie rosig aus, deshalb bekommen Freiwillige dort auch kein Gehalt und keine Unterkunft.  Allerdings gibt es jeden Monat 10 Fahrten mit der Metro geschenkt und jeden Arbeitstag gutes Mittagessen. Es besteht nur aus  Bio-Zutaten und in 95% der Fälle schmeckt es wirklich richtig gut – habe hier sogar Tofu und viele Fischgerichte „essen gelernt“, die mir früher überhaupt nicht zugesagt haben.
Die Arbeit – das habe ich schon mehrfach beschrieben, ist sehr angenehm. Die Erzieher sind nett und gut drauf, die Kinder (zumindest in meiner Gruppe) machen kaum Probleme. Natürlich sollte man die Arbeit mit Kindern mögen. In der Eingewöhnungsphase der Kinder ist es etwas anstrengender, da die Kinder da erst lernen müssen, dass Mami und Papi sie etwas alleine lassen und das ist mit viel Schreien und Weinen verbunden. Glücklicherweise gab es bei mir in der Gruppe der „großen“ da keine Probleme. Wenn ihr also auch einen Freiwilligendienst hier leisten möchtet, empfehle ich euch bei BCN-Kinder zu fragen, ob ihr nicht in die bilinguale Gruppe der älteren Kinder gehen könnt ;-).Die Arbeitszeiten für Freiwillige beträgt 5-8 Stunden pro Tag, je nachdem wie viele andere Freiwillige auch gerade dort sind und in welcher Gruppe ihr seid.
Positiv zu vermerken ist auch, dass wir zweimal pro Woche in den Park gehen und dort auch den ganzen Tag bleiben. Da die Kinder dort meist sehr selbstständig spielen, ist es wirklich sehr angenehm an der frischen Luft.
Mehr fällt mir erst einmal nicht mehr ein zu schreiben. Bei Fragen zur Einsatzstelle stehe ich gern zur Verfügung, die Kommentarfunktion ist eingeschaltet!

09 Okt 2008 Was spricht für eine WG?

Ich muss mich jetzt entscheiden, wo ich den Rest meines Jahres verbringen möchte: Bei meiner “Gastfamilie” oder in einer WG. Um mir darüber klar zu werden, möchte ich hier mal eine Auflistung über Pro und Contra machen, was mir vielleichtg eine Entscheidungshilfe ist.

Pro WG

  • Da die WG aus Spaniern bzw Leuten aus Venezuela besteht, wäre ich viel mehr von der spanischen Sprache umgeben und würde viel mehr lernen
  • Ich wäre unter (fast) gleichaltrigen, mit denen man abends vielleicht auch mal weggehen kann
  • Die WG wäre um die 20€ (im Sommer), bzw um die 35€ (im Winter) billiger.
  • Ich muss wahrscheinlich nicht so viel sauber machen, auch das unentgeltliche Babysitten würde wegfallen
  • Eventuell könnte ich morgens länger schlafen, weil ich nicht von dem kleinen Kind, das hier wohnt, geweckt werden würde

Contra WG

  • Der Weg zur Arbeit würde minimal länger
  • Ich weiß nicht exakt, wie die Leute in der WG sind, ob ich mich mit ihnen verstehen würde
  • Ich müsste meine Wäsche selber waschen
  • Die Wohnung wäre nicht so sauber (was für mich aber nicht wirklich ein Problem ist)
  • Ich wäre nicht mehr so oft allein in der Wohnung (was aber auch gleichzeitig ein Vorteil ist, da Gesellschaft mir sicherlich gut tun würde)
  • Die Kaution wäre 475€

Ich muss gestehen, dass ich gerne in die WG ziehen würde. Ich muss dazu sagen, dass 260€ Miete mit allen Kosten (auch Internet) für die Gegend hier in Barcelona sehr günstig ist. Vielleicht habe ich aber auch negative Aspekte einer WG vergessen? Über Kommentare würde ich mich freuen.

Was ich auf jeden Fall aus dem Aufenthalt in der Gastfamilie hier gelernt habe ist, dass man sich Sachen schriftlich geben sollte. Ein Vertrag hätte vielleicht verhindert, dass meine Vermieterin den Preis so stückchenweise erhöht hat.

06 Okt 2008 Der zweite Monat hat begonnen (05.10)
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Der zweite Monat hat begonnen. Es sind erst wenige Tage vergangen, aber es fällt mir schon schwer mich 3-4 Tage zurück zu erinnern, was denn überhaupt passiert ist :-D
Es ist ein kleines bisschen kühler geworden. In der Sonne, die weiterhin fast ununterbrochen scheint, ist es noch sehr warm, aber im Schatten und gegen Abend wird es doch etwas frischer, sodass ein T-Shirt allein nicht mehr reicht.
Neben dem Strand war ich in letzter Zeit häufig in einem Park um die Ecke und habe dort etwas gelesen. Habe dort auch einige Leute Basketball und Fußball spielen sehen. Wenn ich bei der Suche nach einem Schwimmverein nicht bald erfolgreich bin, dann könnte ich mich da vielleicht auch mal anbieten und mitspielen.
Auch schön ist, dass ich im Parc de la Ciutadella, wo wir jeden Mittwoch und Freitag mit unserer Kindergartengruppe hingehen, vielleicht eine nette Gesprächspartnerin gefunden habe. Sie studiert hier und als Nebenjob arbeitet sie in der Ludoteka, praktisch ein von der Stadt bezahlter betreuter Spielplatz, den wir mit dem Kindergarten eben auch nutzen.
Es gab auch Stress mit meiner Vermieterin. Ich habe etwas von „ihrem“ Müsli genommen (eigentlich stammte es aus der Zeit, als ihre Schwester da war) und daraufhin meinte sie ich müsse, wenn ich etwas nehme, es auch nachkaufen. Das ist für mich ja auch ganz selbstverständlich! Aber anscheinend fallen ihr die kleinen Sachen, die Ich ihr gebe, gar nicht auf. Für mich zählen da auch Sachen wie auf den Kleinen aufpassen dazu, wofür sie sich sonst einen teuren Babysitter anschaffen müsste. Außerdem hat sie mir gesagt, dass für die Wintermonate mehr Miete für mich anfällt, da es mehr Heizkosten gebe. So langsam reicht es mir, das sind alles Kosten, die vorher nicht vereinbart wurden. Habe im Internet eine Anzeige für eine Wohngemeinschaft mit 4 Spaniern gesehen und werde mir die Wohnung morgen ansehen. Wenn mir dort alles zusagt, bin ich nächsten Monat weg.

01 Okt 2008 Die letzten Tage des ersten Monats
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Ein Highlight dieser Tag war, dass ich 2 Mal unabhängig voneinander gesagt bekommen habe, dass ich schon gut Spanisch spreche. Das gibt natürlich einiges an Motivation.
Was habe ich den  Rest des Monats nun gemacht? Nun, bei dem immer noch sehr sonnigen und warmen Wetter draußen und bei „full house“ (Verwandtschaft aus Australien ist noch da) blieben eigentlich nur 2 Optionen. Erstens:  Nach Feierabend raus an den Strand, der (sehr guten) Musik der Straßenmusiker lauschen und richtig die Seele baumeln lassen und zweitens: Sich abends mit Leuten treffen.
Am 28.09. habe ich mich zum ersten Mal mit den anderen beiden FSJlern getroffen, die hier in Barcelona in der „Barcelona Voluntaria“ arbeiten. Sie sind beide vollkommen ok und ich verstehe mich gut mit ihnen.
Am nächsten Tag war mein Tandem Sprachpartner 1 an der Reihe, mit dem ich mich schonmal getroffen hab. Er war leider etwas müde, auch ich war nicht in Hochform am Abend und deshalb lief es nicht ganz so gut.
Der letzte Tag war dann ein Wermutstropfen. Zuerst verstauche ich mir beim Joggen den Fuß, dass er stark anschwillt und wohl auch noch die nächsten Tage geschwollen bleiben wird, zum anderen komme ich dadurch nicht mehr abends dazu, meine Mails anzuschauen. Hätte ich das geschafft, hätte ich gewusst, dass mein Tandem Sprachpartner Nummer 2 abgesagt hat und hätte nicht ewig am Plaza Catalunya gewartet.
Nichtsdestotrotz war es ein schöner erster Monat mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen. Ich kann gar nicht glauben, dass ich schon einen Monat hier bin. Hoffentlich vergehen die Nächsten nicht ganz so schnell.