Seit meinem letzten Eintrag ist nicht viel passiert, darum habe ich mich entschlossen mal etwas mehr über meine Arbeit zu schreiben.
Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: meine Stelle ist ein Kindergarten namens BCN-Kinder. Es ist aber kein normaler Kindergarten, denn es ist eine Elterninitiative und kein vom Staat finanzierte Einrichtung.
Die wohl wichtigste Eigenschaft von BCN-Kinder ist, dass die Kinder dort zweisprachig aufwachsen. Es gibt eine deutsche Gruppe (mit deutschen Erziehern), eine katalanische Gruppe und eine bilinguale Gruppe mit etwas größeren Kindern. Viele Kinder stammen aus (zumeist deutschen) Einwanderer Familien. Manche Eltern kommen aus verschiedenen Teilen der Welt, sodass die Kinder durch den Kinderladen 4-5 sprachig aufwachsen (Beispiel: Mutter Französin, Vater Amerikaner, sie leben in Barcelona und das Kind geht in den „Kinderladen“ [wie BCN-Kinder hier häufig genannt wird]. Dann lernt das Kind französisch, englisch, deutsch, katalan und auch spanisch).
Viel basiert hier auf der Mitarbeit der Eltern und auch die Kosten für Erzieher etc. werden allein von den Eltern getragen. Eltern können sich entscheiden, ob sie aktive Mitglieder werden (solche, die Aufgaben übernehmen wie Wäsche waschen oder Handwerker Arbeiten) oder passive (die dann eben mehr zahlen müssen). Wichtig zu sagen ist auch, dass Eltern die teilnehmen keinesfalls besonders wohlhabende Menschen sind, sondern ganz normale Leute.
Finanziell sieht es beim „Kinderladen“ nie rosig aus, deshalb bekommen Freiwillige dort auch kein Gehalt und keine Unterkunft. Allerdings gibt es jeden Monat 10 Fahrten mit der Metro geschenkt und jeden Arbeitstag gutes Mittagessen. Es besteht nur aus Bio-Zutaten und in 95% der Fälle schmeckt es wirklich richtig gut – habe hier sogar Tofu und viele Fischgerichte „essen gelernt“, die mir früher überhaupt nicht zugesagt haben.
Die Arbeit – das habe ich schon mehrfach beschrieben, ist sehr angenehm. Die Erzieher sind nett und gut drauf, die Kinder (zumindest in meiner Gruppe) machen kaum Probleme. Natürlich sollte man die Arbeit mit Kindern mögen. In der Eingewöhnungsphase der Kinder ist es etwas anstrengender, da die Kinder da erst lernen müssen, dass Mami und Papi sie etwas alleine lassen und das ist mit viel Schreien und Weinen verbunden. Glücklicherweise gab es bei mir in der Gruppe der „großen“ da keine Probleme. Wenn ihr also auch einen Freiwilligendienst hier leisten möchtet, empfehle ich euch bei BCN-Kinder zu fragen, ob ihr nicht in die bilinguale Gruppe der älteren Kinder gehen könnt ;-).Die Arbeitszeiten für Freiwillige beträgt 5-8 Stunden pro Tag, je nachdem wie viele andere Freiwillige auch gerade dort sind und in welcher Gruppe ihr seid.
Positiv zu vermerken ist auch, dass wir zweimal pro Woche in den Park gehen und dort auch den ganzen Tag bleiben. Da die Kinder dort meist sehr selbstständig spielen, ist es wirklich sehr angenehm an der frischen Luft.
Mehr fällt mir erst einmal nicht mehr ein zu schreiben. Bei Fragen zur Einsatzstelle stehe ich gern zur Verfügung, die Kommentarfunktion ist eingeschaltet!
12
Okt
2008
Einsatzstelle BCN-Kinder
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Category: BCN-Kinder (Barcelona), Berichte, Einsatzstellen
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hallo. ich bin maryl und mach grad mein abi und weiß noch nicht genau was ich später studieren will. daher erkundige ich mich nach einem fsj im ausland und bin auf deine seite gestoßen. allerdings würde ich gern noch mehr erfahren. z.bsp. wie du deine unterkunft bezahlst und wie viel den flug gekostet hat. und wie lange du schon da bist oder(falls du schon wieder in deutschland bist) wie lange du da warst und welche pflichten und regelungen es für solch ein fsj gibt… ich würd mcih freun wenn du dich mit mir in verbingung setzt. liebe grüße
maryl